Zeitenzauber

geschrieben von Asu am 25. Februar 2012 um 17:54 Uhr


Autor: Eva Völler
Titel: Zeitenzauber
Reihe: 1.Band
Buchart: Kinder-und Jugendbuch
Seitenanzahl: 336 Seiten
Verlag: Baumhaus
ISBN: 9783833900266
Preis: 14,99€
Veröffentlichung: August 2011


Rezension:

Erster Satz: Zuerst das Wichtigste: Mein Name ist Anna.

Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien zusammen mit ihren Eltern in Venedig.
Doch ihre Ferien hätte sich Anna wohl spannender vorgestellt. Ihr Vater ist Archäologe und hilft bei Ausgrabungen und ihre Mutter ist auch dauernd anderweitig beschäftigt. Nur eine flüchtige Bekanntschaft haben Annas Eltern kennengelernt, die Tasselhoffs. Mit ihrem Sohn Matthias macht sich Anna auf den Weg Venedig ein wenig besser kennenzulernen. Auf ihrem Weg entdecken sie einen mysteriösen Laden der viele Masken verkauft. Auf Anhieb entdeckt sie eine Maske die wie eine Katze ausschaut und kriegt sie von Matthias geschenkt. Als sie am Canal Grande sind, entdeckt Anna eine rote Gondel – komisch da doch eigentlich alle in schwarz angestrichen sind?
Ein paar Tage später schauen sich ihre Eltern und die Familie Tasselhoff eine Bootsparade an. Dort wird Anna, durch das ganze Gedrängel ins Wasser geschubst. Gleich darauf wird sie schnell in eine Gondel gezogen. Doch es ist nicht irgendeine Gondel, sondern die rote die sie schon einmal gesehen hat. Kurz darauf spürt sie ein Ziehen und alles ist um sie herum dunkel. Als sie aufwacht traut sie ihren Augen nicht mehr. Nicht das es schlimm genug ist, dass sie nackt aufgewacht ist – nein,sie befindet sich auch nicht mehr in ihrer Zeit, sondern im Jahre 1499….

Meinung:

Das Buch führt den Leser in das Venedig von 1499. Dort wird Anna schnell mit der früheren Lebensweise konfrontiert. Das was sie kennt, gibt es noch nicht und kann sie auch nicht in Worte fassen. Wenn Anna zum Beispiel ‘Toilette’ sagen möchte kommt automatisch ‘Abtritt’ aus ihrem Mund.
Eva Völler hat es geschafft, dass ich in die Geschichte ganz eintauchen konnte. Ich konnte mir das alte Venedig richtig gut vorstellen. Sie hat es wirklich geschafft eine lebendige Stadt vor meinen Augen zu zaubern und hab gleichzeitig einiges aus dem früheren Venedig gelernt.

Bei Anna war ich etwas skeptisch, da sie anfangs wie ein kleines naives Kind rüberkam. Doch als sie in die Vergangenheit kam, hat sich ihr Charakter schnell verändert und ihre alten Gewohnheiten über Bord geworfen. Sie ist kein Mädchen was sich schnell unterbuttern lässt und steht auch zu ihrer Meinung.
Dagegen waren die anderen Charaktere leider etwas blass gehalten, was ich wirklich schade fand.
Natürlich kann in so einem Buch die Liebesgeschichte nicht fehlen. Es war süß wie sich Anna und Sebastiano anfangs nicht so gemocht haben, aber nach und nach sich doch zueinander hingezogen fühlten. Leider fehlte mir ein wenig der “Funke”, der bei mir leider nicht so überspringen wollte.

Die Autorin hat es geschafft, trotz einiger Ruhepausen, den Spannungsbogen aufrecht zu halten.
Somit fiel es mir nicht schwer das Buch schnell durchzulesen, da ich natürlich wissen wollte wie es mit Anna und ihren Gefährten weitergeht.

Die Geschichte ist an sich abgeschlossen, dennoch heißt es das es eine Fortsetzung geben wird.

Fazit:
Für jeden Leser der Zeitreisen mag und gerne mal in die Welt des früheren Venedigs eintauchen möchte! Mir hat es ein paar wunderschöne Lesestunden beschert!



Kategorie Allgemein, Rezension | Tags:, , | 5 Kommentare »

Die Insel der besonderen Kinder

geschrieben von Asu am 22. November 2011 um 11:21 Uhr


Autor: Ransom Riggs
Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Buchart: Kinder- und Jugendbuch
Seitenanzahl: 416 Seiten
Verlag: PAN
ISBN: 9783426283684
Preis: 16,99€
Veröffentlichung: November 2011


Rezension:

Erster Satz: Gerade als ich mich an den Gedanken zu gewöhnen begann, dass dieses Leben keine großen Abenteuer für mich bereithalten würde, geschah etwas Seltsames.

Jacob sein Leben ist völlig normal. Er jobt nebenbei in einer familieneigenen Supermarktkette die ihm gewaltig gegen den Strich geht und ihn furchtbar langweilt. Doch dafür hat er seinen Großvater Abraham, der ihm immer tolle Geschichten erzählt. Schon im Kindesalter durfte er sich diese schauerhaften und abenteuerlichen Geschichten anhören und Jacob sah in seinen Großvater immer einen richtigen Helden. In diesen Erzählungen geht es nicht üblicherweise um ganz normale Märchen die man immer vorgelesen bekommt, sondern um Kinder die in einem Waisenhaus leben und besondere Begabungen haben – sie sind etwas besonderes. Manche davon sind Bärenstark, andere Unsichtbar oder können sogar aus dem Nichts Feuer beschwören. Leider sind diese Kinder stetig in Gefahr. Sie werden von beängstigenden Monstern gesucht und gejagd. Wo Jacob noch im Kindesalter fasziniert und erstaunt die Geschichten geglaubt hat wächst im Alter jedoch die Überzeugung dass das alles erstunken und erlogen ist. Doch sein Großvater hält an seinen Erzählungen fest, auch wenn dieser als verrückt abgestempelt wird. Eines Tages bekommt Jacob einen verwirrten Anruf von ihm der seinen Enkel zu ihm ruft. Doch Jacob findet seinen Großvater verletzt in einer Höhle, der die letzten Atemzüge von sich gibt. Kurz vor seinem Tod erzählt Abe seinem Enkel er solle den “Vogel” ausfindig machen.
Nach dem Tod seines Großvaters wollen Jacob und sein Vater auf die Insel fahren wovon Abe gesprochen hatte, mit der Absicht das Jacob sein Leben wieder in den Griff bekäme, denn nach dem Tod war nichts mehr so wie zuvor…
Doch was auf der Insel vorsichgeht hätte Jacob niemals für möglich gehalten, geschweige denn, das er selbst Teil der alten Geschichte werden könnte…

Meinung:

Dieses Buch ist wirklich etwas besonderes. Schon allein die Aufmachung ist schön und geheimnisvoll anzusehen, aber nicht nur das – neben der Geschichte entdeckt man mehrere schwarzweiß Bilder, die zu einem schön aber auch etwas gruseliges beinhalten. Man sah die Bilder aber nicht immer zu schnell, sondern schon vorher wurde darüber erzählt und meist eine Seite später gab es dazu das jeweilige Bild. So kam die Fantasie aber auch das Auge nicht zu kurz.
Die Figuren in der Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Jacob war anfangs ein unscheinbarer Charakter mit kleinen Ecken und Kanten. Doch während seines Abenteuers entwickelt er sich stetig weiter und man kriegt schnell mit wie tiefgründig sein Charakter dagelegt wird.
Natürlich darf man die “besonderen” Kinder nicht vergessen. Sie kommen bei den ganzen Bildern gruselig und seltsam rüber, dabei sind das einfach nur liebevolle und neugierige Kinder denen kein Abenteuer abhanden kommt. Doch jeder von ihnen besitzt eine eigene Persönlichkeit und gleicht niemandem.
Natürlich darf in dieser Geschichte die kleine aber feine Liebesgeschichte nicht fehlen. Zwar kommen Jacob und Emma anfangs nicht auf einen Nenner doch merkt man nach und nach wie sie sich zueinander hingezogen fühlen. Trotz der Liebesgeschichte, rückt sie nicht in den Vordergrund sondern spielt sich eher im Hintergrund ab, was ich ganz angenehm fand.
Zum Mittelteil des Buches gibt es zwar einige Stellen die nicht so spannend, sondern eher ruhiger verlaufen – was aber in keinster Weise langatmig oder zäh rüberkommt. Immerhin gab es vieles was in der Geschichte aufgeklärt werden musste, damit der Verlauf der Geschichte keine zu großen Fragen aufkommen.

Fazit:
Ransom Riggs hat eine wunderbare Welt erschaffen in der ich immer wieder eintauchen möchte. Das ganze ist nicht nur Äußerlich ein hingucker sondern auch vom Inhalt her einfach nur Top.
Ich bin gespannt ob Jacobs Abenteuer bald weiter geht – ich würde mich freuen!



Kategorie Rezension | Tags:, | 4 Kommentare »