Der Augensammler

geschrieben von RottenHeart am 20. April 2012 um 09:07 Uhr


Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Der Augensammler
Reihe: 1. Band
Buchart: Thriller
Seitenanzahl: 464 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 9783426198513
Preis: 19,99 €
Veröffentlichung: Mai 2010


Rezension:

Alexander Zorbachs Leben zerbricht, als er auf einer Brücke eine Frau erschießt, die ein Kind entführt hat. Zu allem übel will sich seine Frau von ihm scheiden lassen. Seitdem verdient er als Reporter sein Geld und jagt dem Augensammler hinterher. Denn dieser spielt ein grausames Spiel. Erst bringt er die Mutter um und legt ihr eine Stoppuhr in die Hand, der Vater hat 45 Std Zeit sein Kind zu finden bevor es stirbt.

Auf einmal werden Hinweise gefunden, die darauf schließen, das Zorbach der Augensammler sein könnte. Er weiß sich nicht mehr zu helfen, er versteht gar nicht was los ist, wieso taucht sein Geldbeutel am Tatort auf? Wieso empfängt er einen Polizeifunk, den die Polizei nie rausgegeben hat? Er flüchtet in das alte Versteck, wo er früher immer mit seiner Mutter war. Doch dort ist er auch nicht ungestört. In dem Bootshaus wartet eine blinde Frau auf ihn, die behauptet, er hätte sie angerufen und zu diesem Ort geschickt. Was hat es nur mit der blinden Frau auf sich? Soll er ihre Geschichten glauben? Kann sie wirklich in die Vergangenheit schauen? Zusammen machen sie sich auf den Hinweisen hinterher zu jagen. Doch werden sie es schaffen die 2 Kinder zu retten? Und wer verbirgt sich hinter dem Augensammler?

Alexander Zorbachs Albtraum ist noch lange nicht vorbei, er hat gerade erst angefangen!

Meinung:

Ich hab schon viel gutes über die Bücher von Sebastian Fitzek gehört und dachte mir “seine Bücher muss ich auch unbedingt mal lesen!” und ich kann nur sagen, dass ichs nicht bereut habe, ganz im Gegenteil. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Ich muss zugeben, dass es mich doch sehr verwirrt hat, dass die Kapitel und die Seitenzahl genau andersherum sind.

Ich bin mir nicht sicher was ich von der blinden Alina halten soll. Einmal kommt sie nett und sympathisch rüber, im anderen Moment wieder genau das Gegenteil. Ich bin auf jeden Fall gespannt was sie für eine Rolle im 2. Teil spielen wird und was sich da noch alles Entwickelt. Die Beschreibungen wie Blinde sich an alte Sachen erinnern, was sie früher mal gesehen haben hat mich auch sehr fasziniert. Alexander Zorbach kommt sehr neutral rüber und man kann sich oft in seine Lage hineinversetzen.

Die Umgebungen wurden sehr gut beschrieben und erklärt, das hat mir sehr gut gefallen. Man konnte sich die Räume, etc. immer sehr gut vorstellen. Außerdem wurde ich bei der Geschichte oft in die Irre geführt. Immer wenn man dachte “aha! der könnte es also sein!” wurde die ganze Theorie nach kurzer Zeit wieder über Wasser geworfen. Die Wendungen in der Geschichte waren spannend und passend, wodurch man vorher nie so genau wusste was als nächstes passiert.

Fazit

Das Buch kann ich jedem Krimi- und Thrillerfan empfehlen, besonders die, die spaß am miträtseln und überlegen haben und sich nicht so leicht entmutigen lassen, falls doch wieder neue Hinweise auftauchen die jemand anderen in Betracht ziehen.



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Kalte Asche

geschrieben von RottenHeart am 26. Januar 2012 um 12:36 Uhr


Autor: Simon Beckett
Titel: Kalte Asche
Reihe: 2. Band
Buchart: Thriller
Seitenanzahl: 432 Seiten
Verlag: Rohwolt TB
ISBN: 9783805208123
Preis: 9,99 €
Veröffentlichung: Juli 2007


Rezension:

David Hunter ist gerade auf dem Weg zum Flughafen, als er vom Superintendent angerufen wird. Eine verbrannte Leiche wurde gefunden, doch durch ein tragisches Zugunglück können keine Polizisten von dem Fall abgezogen und dorthin geschickt werden. Er wird gebeten schonmal dorthin zu fahren um klarzustellen, ob es sich um einen Mord handelt. Hunter weiß ganz genau das seine Freundin Jenny darüber nicht begeistert sein wird. Er hat sich schon darauf gefreut wieder bei ihr zu sein, doch nun muss er doch in einen komplett anderen Flieger steigen und dann auch noch mit einer Fähre zu der kleinen Insel Runa fahren. Auf der Fähre lernt er flüchtig Maggie kennen, sie erzählt ihm, dass sie eine Autorin ist, was sich im Nachhinein als Lüge rausstellen wird.

Schon bei der Hinfahrt beginnt ein Unwetter aufzuziehen. Solche Unwetter sind auf Runa leider keine Seltenheit. Strom- und Telefonausfall ist dadurch vorprogrammiert. Hunter fährt zusammen mit Sergeant Fraser und Constable Duncan zum Cottage, wo die verbrannte Leiche liegt. Der Pensionierte Polizist Andrew Brody, der die Leiche zusammen mit seinem Hund gefunden hat, begleitet die drei Männer. David Hunter hat als erfahrener Forensiker schon viele verbrannte Leichen gesehen, doch sowas hat er noch nicht erlebt. Lediglich die Knochen, zwei Füße und eine Hand sind von der Leiche übrig. Der Rest ist nur noch Asche. Es stellt sich heraus, dass es sich bei der Leiche um eine Frau handelt und das sie erdmordet worden ist. Wer aus dem kleinen Dorf könnte der Mörder sein? Die vier Männer gehen dem Fall nach…

Meinung:

Auf den 2. Fall von David Hunter war ich sehr gespannt, da ich gehört habe das er Teilweise langatmig sein soll. Dies habe ich auch so empfunden, nichtsdestotrotz war das Buch sehr flüssig zu lesen. Man konnte von Anfang an mitfiebern und raten, wer der Mörder ist. Immer wenn man dachte, man wüsste wer es ist, kamen doch andere Beweise zum Vorschein und man war wieder am Anfang. Diese Wendungen waren aber weder nervig noch unangebracht. Allgemein konnte man sich sehr gut in das Buch hineinversetzen, besonders bildlich. Bis zum Schluss hat man sich gefragt “was kann denn jetzt noch alles passieren?” und immer wieder geschah etwas erfreut unerwartetes.

Irgendwie war mir von Anfang an klar, dass mit den Strachans etwas nicht stimmen konnte. Michael Strachan hat überall rumgeschnüffelt und spioniert, das war sehr offensichtlich das da irgendwas sein muss. Das Ende lässt auf einen sehr vielversprechenden dritten Teil hoffen! Ich freu mich schon sehr drauf ihn zu lesen.



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Cut

geschrieben von Asu am 8. Oktober 2011 um 14:20 Uhr


Autor: Amanda Kyle Williams
Titel: Cut
Buchart: Thriller
Seitenanzahl: 428 Seiten
Verlag: wunderlich
ISBN: 9783805250061
Preis: 19,95€
Veröffentlichung: August 2011


Rezension:

Erster Satz:Die Sonne hatte den Tau im Gras unter den Eichen noch nicht erreicht, doch es war bereits so stickig und schwül, dass jede Bewegung anstrengte.

Keye Street hatte es noch nie einfach in ihrem Leben. Sie wurde von ihren drogenabhängigen Eltern abgegeben. Danach wurde sie von ihren Großeltern großgezogen, die jedoch ermordet wurden. Nachdem sie adoptiert wurde lebte sie in Georgia – zusammen mit ihrem afroamerikanischen Bruder. Bis sie nach Atlanta kam…
Dort fing ihre Karriere als Profilerin beim FBI an, die auch super lief, bis sie die Morde so mitgenommen haben das sie langsam aber sicher ein Alkoholproblem bekam. Ab da konnte sie nicht mehr als Profilerin arbeiten. Nun ist Keye trocken und arbeitet als Privatdetektivin in ihrem eigenen kleinen Büro.
Als ein Serienkiller sein Unwesen in Atlanta betreibt wird sie von ihrem besten Freund und Lieutenant Aaron Rauser dazu überredet bei der Ermittlung mitzumachen. Nach viel Überredungskunst schaut sie sich den Fall an und stellt schnell fest das sie an ihre Grenzen kommt. Nicht nur machen ihr die Morde zu schaffen, sondern auch sie wird zur Zielscheibe des Mörders…

Meinung:

Durch die flüssige Erzählweise wird man schnell in die Geschichte miteingebunden.
Man liest nicht nur die Seite von Keye sondern auch immer wieder kurzzeitig die Sicht des Mörders, was einen nur mehr rätseln lässt wer der Mörder denn sein könnte.

Liebster Lieutenant,
wollen Sie wissen, wie ich es getan habe?
Ich habe so lebendige Erinnerungen daran, wie ich vor ihrem Haus stand und den Dunst aus der Küche roch. Als sie die Tür öffnete, lächelte sie.
Das Letzte, was sie hörte, abgesehen von ihrem Wimmern, war das Klicken meiner Kamera und das leise Knacken ihres Genicks, als würde ein Wunschknochen entzweibrechen.

Die interessant und nicht ganz typische Protagonistin war mir von Anfang an gleich sympathisch. Ihre Denk- und Lebensweise war sehr zynisch und direkt, aber genau das fand ich toll und hat mir oft ein kleines schmunzeln beschert. Auch wie sie sich um ihre Mitmenschen gekümmert hat, sei es Freunde, Familie oder ihre Katze mit dem lieblichen Namen Whitetrash – hat sie sehr sympathisch gemacht. Zwar hat sie das Alkoholproblem gelöst, dennoch kriegt man oft mit wie sie sich nach einem Trink sehnt aber immer wieder standhaft bleibt.
Andere Personen wie Neil, Rauser oder ihre Adoptiveltern waren nicht nur kurz beschrieben sondern auch sie wurden mit Liebe aufgebaut und erzählt.

Was mich ein wenig gestört hat waren die dazwischenliegenden Fälle von Keye, die sie als Privatdetektivin angenommen hat. Hat mir ein wenig den Lesefluss genommen und die Spannung war für mich dann auch erstmal weg. Auch wenn die Suche nach dem Mörder und deren verschiedenen Wendungen wirklich interessant und spannend gehalten wurden.
Bis zum Ende kam ich wirklich nicht auf den Mörder. Ich hatte zwar immer wieder Ideen aber wurden oft widerlegt was das ganze sehr aufregend gestaltet hat.

Fazit:
Das Debüt von Amanda Kyle Williams ist wirklich gut gelungen und freue mich auf weiter spannende Fälle von ihr!



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Der Kruzifix-Killer

geschrieben von Asu am 18. August 2011 um 20:17 Uhr


Autor: Chris Carter
Titel: Der Kruzifix Killer
Reihe: 1.Band
Buchart: Thriller
Seitenanzahl: 476 Seiten
Verlag: ullistein
ISBN: 9783548281094
Preis: 9,95€
Veröffentlichung: Juni 2009


Rezension:

Erster Satz:
“Detective Hunter am Apparat…”

Vor einem Jahr wurde der Kruzifix-Killer, der seine Opfer gequält und bestialisch hingerichtet hatte, hingerichtet. Hunter konnte mit diesem Fall immernoch nicht richtig abschließen und wird jede Nacht von schlimmen Alpträumen heimgesucht.
Nachdem Hunter einen neuen Partner bekommen hat beginnt ein neue Mordserie.
Die Leiche einer jungen Frau wird in einer abgelegenen Hütte gefunden. Angenagelt an einem Kreuz und bei lebendigem Leibe die Gesichtshaut abgezogen. Nicht dass das grausam genug ist, findet Hunter, hinter dem Nacken des Opfer, das typische Zeichen des Kruzifix-Killers – das umgedrehte Doppelkreuz.
Schnell wird klar das der vor einem Jahr hingerichtete Mörder nicht der Richtige war.
Die Jagd geht von vorne los…

Ihr Kopf ruhte mit geschlossenen Augen an der Kopflehne. Der Mund stand halb offen, die Lippen wirkten dunkelrot. Spuren von Blutstropfen zogen sich von den Augen über die Wangen herab wie blutige Tränen.

Meinung:

Bevor ich dieses Buch las, hab ich die Leseprobe zum “Vollstrecker” gelesen und war von Anfang an begeistert. Da musste natürlich gleich der erste Teil der Hunter-Reihe her!

Hunter war mir gleich sympathisch. Man lernt ihn gut kennen – seine guten und schlechten Seiten.
Man kriegt mit welchen Fall Hunter vorher hatte und weiß was er alles durchgemacht hat. Somit hat man gleich einen bessern Bezug zu ihm. Auch sein neuer Partner Garcia, der liebevoll Grünschnabel von Hunter genannt wird, mochte ich auf anhieb. Hunter der sich selten bindet und Garcia der eine Frau zu Hause hat und immer zuverlässig ist – eine gute Mischung.
Aber nicht nur die Hauptcharaktere wurden mit Liebe beschrieben und erschaffen sondern auch die Nebencharaktere.

Chris Carter hat es geschafft die Opfer detailreich zu beschreiben aber nicht so arg das es einem schnell auf den Geist geht. Mit seinem Schreibstil konnte er durchgehend die Spannung halten und lies mich lange im Dunklen tappen wer der Mörder ist. Wobei ich nach und nach eine kleine Spur hatte wurde ich dennoch mit dem “Aha-Effekt” überrascht.

Fazit:
Ein Buch das ich jedem Thriller-Fan ans Herz lege!


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