Kalte Asche

Autor: Simon Beckett
Titel: Kalte Asche
Reihe: 2. Band
Buchart: Thriller
Seitenanzahl: 432 Seiten
Verlag: Rohwolt TB
ISBN: 9783805208123
Preis: 9,99 €
Veröffentlichung: Juli 2007
Rezension:
David Hunter ist gerade auf dem Weg zum Flughafen, als er vom Superintendent angerufen wird. Eine verbrannte Leiche wurde gefunden, doch durch ein tragisches Zugunglück können keine Polizisten von dem Fall abgezogen und dorthin geschickt werden. Er wird gebeten schonmal dorthin zu fahren um klarzustellen, ob es sich um einen Mord handelt. Hunter weiß ganz genau das seine Freundin Jenny darüber nicht begeistert sein wird. Er hat sich schon darauf gefreut wieder bei ihr zu sein, doch nun muss er doch in einen komplett anderen Flieger steigen und dann auch noch mit einer Fähre zu der kleinen Insel Runa fahren. Auf der Fähre lernt er flüchtig Maggie kennen, sie erzählt ihm, dass sie eine Autorin ist, was sich im Nachhinein als Lüge rausstellen wird.
Schon bei der Hinfahrt beginnt ein Unwetter aufzuziehen. Solche Unwetter sind auf Runa leider keine Seltenheit. Strom- und Telefonausfall ist dadurch vorprogrammiert. Hunter fährt zusammen mit Sergeant Fraser und Constable Duncan zum Cottage, wo die verbrannte Leiche liegt. Der Pensionierte Polizist Andrew Brody, der die Leiche zusammen mit seinem Hund gefunden hat, begleitet die drei Männer. David Hunter hat als erfahrener Forensiker schon viele verbrannte Leichen gesehen, doch sowas hat er noch nicht erlebt. Lediglich die Knochen, zwei Füße und eine Hand sind von der Leiche übrig. Der Rest ist nur noch Asche. Es stellt sich heraus, dass es sich bei der Leiche um eine Frau handelt und das sie erdmordet worden ist. Wer aus dem kleinen Dorf könnte der Mörder sein? Die vier Männer gehen dem Fall nach…
Meinung:
Auf den 2. Fall von David Hunter war ich sehr gespannt, da ich gehört habe das er Teilweise langatmig sein soll. Dies habe ich auch so empfunden, nichtsdestotrotz war das Buch sehr flüssig zu lesen. Man konnte von Anfang an mitfiebern und raten, wer der Mörder ist. Immer wenn man dachte, man wüsste wer es ist, kamen doch andere Beweise zum Vorschein und man war wieder am Anfang. Diese Wendungen waren aber weder nervig noch unangebracht. Allgemein konnte man sich sehr gut in das Buch hineinversetzen, besonders bildlich. Bis zum Schluss hat man sich gefragt “was kann denn jetzt noch alles passieren?” und immer wieder geschah etwas erfreut unerwartetes.
Irgendwie war mir von Anfang an klar, dass mit den Strachans etwas nicht stimmen konnte. Michael Strachan hat überall rumgeschnüffelt und spioniert, das war sehr offensichtlich das da irgendwas sein muss. Das Ende lässt auf einen sehr vielversprechenden dritten Teil hoffen! Ich freu mich schon sehr drauf ihn zu lesen.





Rachesommer

Autor: Andreas Gruber
Titel: Rachesommer
Buchart: Thriller
Seitenanzahl: 411 Seiten
Verlag: Goldmann
ISBN: B003WVT7GW
Preis: 8,99 €
Veröffentlichung: Januar 2010
Rezension:
In Deutschland und in Österreich passieren mysteriöse Unfälle, bei denen die männlichen Opfer alle sterben. Die Anwältin Evelyn Meyers glaubt nicht, dass das alles nur Unfälle waren. Sie ist der festen Überzeugung, dass alle Männer umgebracht wurden. Sie vertieft sich in die Fälle und forscht immer weiter nach, doch ihr Chef will ihr das verbieten. Als dann noch ihr damaliger „Mentor“ umgebracht wird, kann sie es nicht mehr aushalten, wenn es sonst niemanden auffällt, dass dort etwas nicht stimmen kann und das es keine Unfälle sind, dann muss sie es eben alleine aufdecken mit Hilfe von Patrick.
Währenddessen passieren in deutschen psychiatrischen Kliniken angeblich Selbstmorde von einigen Insassen. Dem Kommissar Pulaski fällt aber sofort auf, dass es keine Selbstmorde sein konnten. Alle Insassen hatten das Selbe erlebt, Missbrauch und Vergewaltigung. Wieso werden diese jungen Menschen getötet und wieso lässt man es so aussehen, dass es Selbstmord war?
Auf Überwachungsvideos wurde ein älterer Mann aufgenommen, wie er über die Mauer einer psychiatrischen Klinik kletterte. In Wien wurde eine blonde Frau in einem blauen Kleid gefilmt. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden „Tätern“? Frau Meyers und Herr Pulaski lassen nicht locker, obwohl sie dafür nicht befugt sind. Im Laufe der Ermittlungen treffen die beiden aufeinander und arbeiten gemeinsam an dem Fall.
Meinung:
Leider kann ich nicht mehr zum Inhalt schreiben, da man sonst zu viel davon verraten würde und so die Spannung beim lesen verlieren würde!
Der Zeitraum dieser Geschichte ist sehr kurz gefasst. Die Kapitel sind nach Wochentagen aufgeteilt und es gibt vier Zwischenteile, in denen man zurück blickt wie die Morde tatsächlich verübt wurden. Ich finde die Idee sehr gut, dass man erst die Meinung der Ermittler zu hören bekommt, wie sie meinen, wie der Unfall passiert ist und dann wie es sich tatsächlich abgespielt hat.
Schon der Prolog hat mein Interesse an das Buch sehr gesteigert. Im Allgemeinen wurde das Buch sehr flüssig und leicht geschrieben, was es sehr angenehm macht zu lesen. Die Überleitung zwischen der Anwältin und dem Kommissar waren sehr gut gesetzt. Es trieb die Spannung an, da immer gewechselt wurde, als der andere etwas neues herausgefunden hat. Was mir auch sehr gefallen hat war der Aufbau des Ermittelns. Außerdem hat man auch noch private Dinge von den zwei Hauptfiguren erfahren, was die Geschichte nicht eintönig machte.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und würde es jedem Thriller-Liebhaber weiterempfehlen. Besonders wenn man auch mal gern eine Story aus namentlich bekannten Städten lesen möchte.
Auch ich freue mich darüber, mich zu den glücklichen Gewinnern zählen zu dürfen. Es war sehr interessant zu erfahren, wie der Autor auf die Ideen und Situationen kam.





Lügnerin!

Autor: Justine Larbalestier
Titel: Lügnerin!
Buchart: Kinder- und Jugendbuch
Seitenanzahl: 394 Seiten
Verlag: cbt
ISBN: 9783570160770
Preis: 16,99€
Veröffentlichung: März 2011
Rezension:
Erster Satz: Als ich geboren wurde, war mein Körper mit einer zarten Fellschicht bedeckt.
Micah lügt, viel, oft – na wenn wir es so sehen immer. Wie soll man einer Lügnerin etwas glauben? War es die Wahrheit oder nur wieder einer ihrer Lügengeschichten?
Sie lügt schon seit sie denken kann, niemand bleibt verschont – nicht ihre Familie, Freunde oder Lehrer. Doch diese Lügen bleiben nicht ohne fatale Folgen.
Micah hat einen heimlichen Freund – Zachery oder wie sie ihn nennt Zach. Sie treffen sich immer nach der Schule, natürlich heimlich. Denn das darf niemand erfahren.
Doch Zach wird nach einiger Zeit vermisst. Er wird tot im Central Park vorgefunden – total entstellt und zerfleischt. Micah war die letzte die ihn gesehen hat und gerät dadurch schnell unter Mordverdacht.
Um ihre Schuld reinzuwaschen erzählt sie Zach’s Geschichte. Besser gesagt, sie erzählt natürlich verschiedene Versionen dessen, was sie und Zach verband und unter welchen Umständen er zu Tode gekommen ist. Eine davon führt in die Welt des paranormalen…
Meinung:
Zu Beginn des Buches wird erwähnt das Micah wirklich nur noch die Wahrheit erzählt und ihre Leser keine Lügen auftischen will. Doch schnell bekommt man mit das man selbst an der Nase herumgeführt wird und herausfinden muss welche Aussagen nun wahr sind und welche nicht.
Das wird zu einem kleinen Verwirrspiel, da viele Erzählungen korrigiert oder verändert weitergeführt werden. Man kommt gar nicht dazu die Wahrheit hinter den ganzen Lügenmauern zu ertasten.
Am allermeisten war ich fasziniert darüber, dass das Buch eine ganz andere Wendung nahm als ich anfangs gedacht hätte. Nicht nur eine andere Wendung, sondern schon fast eine ganz andere Genre. Alles wurde realitätsnah erzählt und doch wieder nicht. Das ganze verschaffte der Geschichte eine gewisse Spannung.
Micah ist wie man es sich wohl schon denkt, nicht ganz das typische Mädchen. Sie interessiert sich mehr für so Jungszeug wie Fußball, besitzt viel Zynismus und liebt natürlich das Laufen. Sie hat nicht so schönes langes Haar wie andere Mädchen, sondern es ist richtig kurzgeschoren, kraus und legt auch kein Wert auf Schminke. Sie versucht immer unsichtbar zu bleiben was ihr aber durch ihre Lügengeschichten nicht immer gelingt.
Während Micas Erzählweisen springt die Zeit zwischen Vergangenheit, Gegenwart und wichtigen Momenten hin und her. Dennoch verwirrt es einen nicht und man weiß immer genauo wo man sich befindet und was gerade geschah.
Der Mord um ihren Freund Zach wird aber leider ein wenig in den Hintergrund gerückt. Nicht das es mich wirklich gestört hätte nur sollten sich die Leute die wirklich einen Thriller lesen wollen eher die Hände von diesem Buch lassen. Dennoch ist dieses Buch was ganz besonderes und habe so einen Roman vorher auch noch nicht gelesen. Nicht nur das es eher um eine Anti-Heldin in dieser Geschichte geht sondern auch, das die Geschichte von den Lügen und Wahrheiten so versponnen werden das man unbedingt wissen will welche nun einen wahren Kern besitzen und welche wiederrum totaler Humbug sind.
Es war für mich auf jedenfall mal ein anderes Leseerlebnis.
Fazit:
Ein Buch mit einer nicht vorhersehbaren Wendung, Lügen und Wahrheiten.
Für jeden der mal eine etwas andere Geschichte lesen möchte, natürlich ist die Frage ob sie nun Wahr ist oder nicht?





