Das Geheimnis des weissen Bandes

Autor: Anthony Horowitz
Titel: Das Geheimnis des weissen Bandes
Buchart: Krimi
Seitenanzahl: 350 Seiten
Verlag: Insel Verlag
ISBN: 9783458175438
Preis: 19,95€
Veröffentlichung: Dezember 2011
Rezension:
Erster Satz: Ich habe oft darüber nachgedacht, wie eigenartig die Verknüpfung von Umständen war, die zu meiner jahrzehntelangen Verbindung mit einer der ungewöhnlichsten und bemerkenswertesten Gestalten meiner Epoche geführt hat.
Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes Wohnung in der Londoner Baker Street 221b.
Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, in dem er den einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde.
Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen?
Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird…
Meinung:
Leider muss ich zu meiner Schande gestehen das ich noch keinen Holmes Roman gelesen habe. Daher kann ich nicht beurteilen ob Anthony Horowitz den Stil von dem berüchtigten Arthur Conan Doyle gut umsetzen konnte.
Dennoch kann ich behaupten das dies nicht mein letzter Holmes Roman sein wird!
Gleich zum Anfang des Romans beginnt man mit einem Prolog. Darin erklärt Watson warum er diesen Fall jetzt erst veröffentlicht. Man erahnt in diesem kurzen Einstieg, das es wohl Holmes dunkelster Fall war.
Nach dem Prolog wollte man gleich mehr erfahren und somit musste man einfach weiter lesen.
Der Aufbau der Geschichte ist sehr verwirrend und verwinkelt. Es gibt viele Handlungsstränge die Anfangs leicht verwirrend sein können. Doch nach und nach kommt alles zusammen und es bleiben keine Fragen offen. Ich war das ganze Buch über wirklich ratlos und hatte keine geringste Ahnung über den Täter noch die Gründe dafür. Ich habe selten eine Geschichte erlebt die mich bis zum Schluss in völliger Ahnungslosigkeit gehalten hat, somit war der “Oha!” und “Aha” Effekt richtig groß und ich war sprachlos.
Fazit
Da ich nicht zu viel verraten will, sage ich nur: Lest es und taucht ein in die wunderbare Welt von Sherlock Holmes und seinem treuen Gefährten Dr. Watson!





Ein Herzschlag bis zum Tod

Autor: Sara J. Henry
Titel: Ein Herzschlag bis zum Tod
Buchart: Krimi, Drama
Seitenanzahl: 336 Seiten
Verlag: dtv
ISBN: 9783423248884
Preis: 14,90 €
Veröffentlichung: Oktober 2011
Rezension:
Troy ist auf einer Fähre, auf dem Weg nach Hause. Sie starrt gedankenverloren ins Nirgendwo. Doch auf einmal erregt etwas ihre Aufmerksamkeit auf einem anderen Schiff. Von dem Schiff wird etwas heruntergeworfen! Ist das ein Mensch? Ein Kind? Ohne groß nachzudenken springt Troy von der Fähre und taucht nach dem, was von dem anderen Schiff heruntergefallen ist.
Sie wird tatsächlich fündig. Es ist ein kleiner Junge. Er trägt einen viel zu großen Pullover, der an hintem am Rücken zusammengeknotet wurde. Das war kein Unfall, jemand hat den Jungen mit Absicht in den See geworfen! Troy stand unter so viel Adrenalin, dass sie es zusammen mit dem Jungen zum Ufer schaffte, obwohl sie gar keine so gute Schwimmerin ist.
Sie nahm den Jungen mit nach Hause und versuchte herauszubekommen, wieso er von der Fähre geworfen worden ist, doch mit mäßigem Erfolg. Der Junge sprach nur französisch, aber er nannte ihr seinen Namen – Paul. Sie gab als anonymer Anrufer bei der Polizei bekannt, das ein Junge von einer Fähre geworfen wurde. Die Angst war zu groß, dass die Täter, die Paul von dem Schiff geworfen haben, Wind davon bekämen.
Paul vertraute Troy immer mehr und langsam redete er darüber, was ihm passiert ist. Er wurde zusammen mit seiner Mutter entführt und sie wurde von den Entführern erschossen. Troy nahm sich vor, den Vater des Jungen ausfindig zu machen. Außerdem will sie, dass die Entführer geschnappt werden, damit Paul nichts mehr passieren kann.
Meinung:
Das Buch hat mir ansich gut gefallen, es war für zwischendurch zur Abwechslung etwas sehr neutrales. Auf dem Buchcover steht zwar, das es sich um einen Thriller handelt, doch leider finde ich, dass das Buch dem nicht gerecht wird. Es wurde versucht Spannung und Action einzubauen, besonders zum Ende hin, doch gelang dies nur zum Teil, was ich sehr schade fand. Allgemein finde ich die Geschichte sehr langatmig. Es wurde sehr viel darüber geschrieben, wie Paul’s “neues” Leben abläuft. Einige Stellen im Buch waren sehr vorhersehbar, aber es gab auch Stellen, mit denen ich nicht gerechnet hätte.
Was ich sehr positiv finde, ist die Tatsache, dass es sehr schön geschrieben wurde. Man konnte das Buch gut und flüssig lesen. Außerdem konnte man sich gut in die Personen hineinversetzen. Besonders die Reaktionen waren gut nachvollziebar.
Das Buch als guten Thriller zu empfehlen kann ich nicht, denn das ist es nicht. Aber wenn man ein Buch mit ein bisschen Drama und Krimi Eigenschaften sucht ist ein Herzschlag bis zum Tod empfehlenswert.





Flavia de Luce ~ Mord im Gurkenbeet

Autor: Alan Bradley
Titel: Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet
Reihe: 1. Band
Buchart: Krimi
Seitenanzahl: 384 Seiten
Verlag: blanvalet
ISBN: 9783442376247
Preis: 8,99€
Veröffentlichung: September 2009
Rezension:
Erster Satz: Im Wandschrank war es so dunkel, und die Dunkelheit hatte die Farbe von altem Blut.
Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt – ausgerechnet im Gurkenbeet. Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels – seine naseweise Tochter Flavia. Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist, hat ihr Vater nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist…
<< Ich würde gerne behaupten, dass ich tief ergriffen war, aber das wäre gelogen. Ich würde gerne behaupten, dass mir mein siebter Sinn gefahl, schleunigst die Flucht zu ergreifen, aber auch das würde nicht der Wahrheit entsprechen. Stattdessen sah ich fasziniert hin und prägte mir alles ganz genau ein: die krampfartig zuckenden Finger, die kaum erkennbare Augen vom Hauch des Todes gestreift. Und dann diese absolute Stille. Ich würde gern behaupten, dass ich mich gefürchtet hätte, aber das stimmt nicht. Ganz im Gegenteil. Es war das mit Abstand Spannendste, was ich je erlebt hatte.>>
Meinung:
Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet ist wirklich ein ausergewöhnlicher Krimi mit viel Selbstironie und einem Hauch britischem Humor.
Die Protagonistin Flavia ist eine schlagfertige, viel wissende, chemiebesessene Person, die auch einiges an trockenen Humor besitzt. Sie hat für ihre 11 Jahre eine wirklich starke Persönlichkeit und fand sie auf anhieb sehr sympathisch. Was allein schon wegen dieser Person das Buch wirklich lesenswert macht!
Schön fand ich auch das die vorkommenden Charaktere nicht einfach so dahingeklatscht wurden sondern auch ihre eigene Persönlichkeit und Charm hatten. Man konnte sich die ganzen Personen richtig gut vorstellen als ob sie vor einem stünden. Was das Leseerlebnis noch prickelnder machte.
Es wurde zwar sehr viel über Briefmarken und Chemie gesprochen, dennoch nicht so trocken das es mich sehr gestört hat. Was aber wohl auch nicht jedermanns Geschmack ist.
Von einem spannungsgeladenen Krimi kann ich hier jetzt nicht wirklich sprechen und richtig gefesselt hat es mich auch nicht, dennoch ist die ganze Geschichte gut verpackt und liest sich wirklich gut. Das Buch ist einfach mit seinem Witz und seiner eigenart einfach was ganz Einzigartiges.
Fazit:
Ich freue mich endlich Flavias Bekanntschaft gemacht zu haben und bin gespannt auf ihre weiteren Geschichten!





