Delirium [amor deliria nervosa]

Autor: Lauren Oliver
Titel: Delirium [amor deliria nervosa]
Reihe: 1. Band
Buchart: Jugendroman, Dystopie
Seitenanzahl: 409 Seiten
Verlag: Carlsen
ISBN: 9783551582324
Preis: 18,90 €
Veröffentlichung: November 2011
Rezension:
Liebe ist eine Krankheit. Zumindest sind davon sehr viele Menschen überzeugt. Sie meinen, es ist nicht richtig, wegen jemand anderen Schmerzen zu haben, weil man ihn z. B. gerade vermisst und sich nach ihm sehnt. Es ist nicht richtig, Schmetterlinge im Bauch zu haben und sich zu freuen. Deswegen wurde ein Heilmittel hergestellt, was man ab dem 18. Lebensjahr injiziert bekommt und ab da an für geheilt gilt.
Außerdem muss man vor der Heilung einen „Test“ ablegen, nach dem man eingestuft wird. Dann werden passende Partner aufgelistet, die man in seine gewünschte Reihenfolge sortieren soll. Das alles steht Lena noch bevor. Bei ihrem ersten Test läuft aber sehr viel schief, doch zu ihrem Glück wird die Befragung durch eine Herde von Kühen, die ins Labor eingedrungen sind, abgebrochen. Ihr Schossen seltsame Antworten durch den Kopf, z. B. bei ihrer Lieblingsfarbe wollte sie mit Grau antworten, Grau wie der Himmel.
Lena hat angst, dass sie wie ihre Mutter ist, denn sie konnte nie geheilt werden. Sie musste 3 mal den Eingriff machen, doch nie hat es was gebracht. Schließlich stürzte sie die Klippen hinunter und begann Selbstmord.
[amor deliria nervosa]
Meinung:
Man lernt Lena und Hanna sehr gut kennen. Sie sind zwei Freundinnen die unterschiedlich nicht sein könnten. Die eine sehr Selbstbewusst und die andere eher wie ein kleines Mauerblümchen. Was ich auch schade fand, dass Alex sehr perfekt rüber kam. Er versteht alles, ist immer da wenn Lena ihn braucht, weiß immer, was er zu ihr sagen muss etc.
Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte aber sehr gut gefallen! Die Stimmungswechsel von Lena waren für mich zwar ab und zu nicht nachvollziehbar aber noch erträglich. Schade fand ich, dass man über ihren Onkel nicht sehr viel erfahren hat. Er war auch eher eine sehr nebensächliche Figur in der Geschichte. Die Macht in dem Haushalt hatte eindeutig Lenas Tante.
Das war meine 2. Dystopie nach „Das verbotene Eden“ und ich muss sagen, das mir das Genre sehr gut gefällt und ich auf jedenfall weitere Bücher aus dieser Richtung lesen möchte.
Ich kann das Buch nur weiter empfehlen! Es hat sich auf jedenfall gelohnt es zu lesen. Der Schluss schreit förmlich auf einen 2. Teil und ich freue mich schon richtig drauf!





